Geschichte
Vereinsgeschichte der Unitas Stolzenfels
Die UNITAS Stolzenfels wurde in Bonn am 28. November 1910 als UNITAS Sigfridia gegründet und am 6. Juni 1911 durch die 52. Generalversammlung des UNITAS-Verbandes in Fulda in den Verband aufgenommen. Eine erfolgreiche Entwicklung wurde durch den Kriegsausbruch 1914 unterbrochen. Erst ab dem WS 1919/20 fand wieder ein reguläres Vereinsleben statt.
Im Zuge der sog. Farbenkrise beschloss UNITAS Sigfridia, Farben zu tragen, trat 1924 aus dem UNITAS Verband aus und gründete mit anderen farbentragenden Verbindungen den RKDB.
Etwa 10 Bundesbrüder, darunter Religionslehrer Hermann-Josef Stumpe und Dr. Karl Loskant, die diesen Austritt aus dem UV nicht vollzogen, gründeten 1927 die UNITAS Stolzenfels. Gemeinsam mit den beiden anderen UNITAS-Vereinen in Bonn (Salia und Rhenania) entwickelte sich die UNITAS Stolzenfels zu einer lebensfähigen unitarischen Gemeinschaft. Zu Beginn der dreißiger Jahre hatten die Vereine jeweils 40 bis 50 Aktive. Ihr erstes Haus erwarb die UNITAS Stolzenfels am Bonner Talweg.
1938 wie alle UNITAS Vereine verboten, erfolgte im WS 1949/50, am 21. Januar 1950 die Wiederbegründung der UNITAS Stolzenfels durch einige auswärtige Bundesbrüder und einige Mitglieder der UNITAS Salia. An der Wiege standen erneut Hermann-Josef Stumpe, nunmehr Münsterpfarrer und Stadtdechant in Bonn, und Bankdirektor Dr. Karl Loskant. Am 4. August 1950 wurde die UNITAS Stolzenfels durch die 73. GV in München wieder offiziell in den Verband aufgenommen.
1956 wurde in der Weberstraße erneut ein Stolzenfels-Haus gekauft. Dieses und die in seinen Mauern gefeierten schönen Veranstaltungen bleiben den Aktiven der fünfziger und sechziger Jahre in steter Erinnerung. 1967 wurde dieses Haus mit dem Ziel eines Neubaus verkauft. Für das Leben der Aktivitas brachte dies einen Einschnitt, und das studentische Leben begann sich erst 1970 mit dem Bezug des neuerbauten Hauses in der Hatschiergasse wiederzubeleben. Die Hauseinweihung erfolgte während der 95. GV in Bonn 1972 durch den Apostolischen Nuntius in Deutschland, Erzbischof Bafile.
Neben den oben erwähnten Bundesbrüdern sei als bedeutender Stolzenfelser Bbr. Maximilian Goffart, Weihbischof von Aachen genannt. Ehrenmitglied der Stolzenfels ist seit 1984 Weihbischof Dr. Klaus Dick, Köln.
Seit 1963 erscheint in zunächst unregelmäßigen Abständen, nunmehr aber jedes Semester das vereinseigene Korrespondenzblatt des W.K.St.V. UNITAS Stolzenfels "Convent".
Anläßlich des 80. Stiftungsfestes erschien die Festschrift "Aus dem Glauben gestalten. Christentum in Staat und Gesellschaft", hrsg. Von Christopher Beckmann und Ludger Janowski (Bd. 7 der UNITAS-Schriftreihe, Mühlheim/Bonn 1990, 106 S.).
Dr. Theodor Brunnbauer
P.S.: Der Text ist auch auf S.140 im UNITAS-Handbuch (Band I) zu finden.
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